Weil wir mehr als alle anderen von uns wissen?



Ein Film. Ein schlechter Film. Mit einem schlechten Soundtrack. Das hier ist nicht die Realität. Schnitt! Bitte...

Die Gewissheit, nicht aus einem surrealen Traum aufzuwachen, darüber den Kopf zu schütteln und ihn wieder zu vergessen, macht mich wahnsinnig. Das hier ist mein Leben und es kommt mir doch so absolut irreal vor.
Da ist dieser Mensch, dieser Mensch, den ich in- und auswendig kenne, und doch verstehe ich überhaupt nichts mehr. Wir verbringen ein paar Stunden zusammen und plötzlich ist alles anders. Immer wieder. Immer wenn wir zusammen sind, wird jemandes Welt zerstört. Nein, dieses Mal war es nicht meine, dieses Mal hast du mir ein paar Backsteine gereicht, um meine kleine Welt wieder zu errichten. Ich stehe da mit den Backsteinen in der Hand und sehe, dass die Mauer schon viel zu hoch ist, als dass ich die Steine daraufstapeln könnte. Du bist größer, aber du hilfst mir nicht. Du stehst da und lächelst mich an, reichst mir nur mehr Steine. Ich sehe mich schon in einem Steinhaufen sitzen, der mich nach und nach immer mehr begräbt, mir die Luft raubt. Das geht so nicht. Du schaffst die Vorraussetzungen - ich versuche etwas daraus zu machen, aber alleine geht das nicht.
Verstehst du nicht, dass es nicht reicht Dinge zu tun und mir die Information darüber zukommen zu lassen? Hab doch endlich den Mut mich zu akzeptieren. Ich bin es nicht, die deine Welt eingerissen hat, ich habe immer versucht deine baufälligen Mauern zu stützen und deine Risse zu kitten. Du hast meine Welt zerstört, du hast die Mauern eingerannt, anstatt die Türen zu benutzen. Und ich habe sie dir neu gebaut. Benutze endlich die Tür, ich werde das Schloss schon nicht auswechseln. Wenn du nicht endlich das Risiko eingehst eingeschlossen zu werden, dann wirst du etwas verlieren, das noch viel mehr wert ist als deine Freiheit. Irgendwann habe ich keine Kraft mehr, unfertige Mauern immer und immer wieder zu bauen, damit du sie wieder einreißen kannst.
Hilf mir diese Welt zu bauen, in der wir beide Platz finden. Wenn sie fertig ist, nennen wir sie Vertrauen.

Was wir beide erlebten bleibt für ewig und immer.
2.10.07 12:20


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Sans toi, les émotions d'aujourd'hui ne seraient que la peau morte des émotions d'autrefois.
Le fabuleux destin d'Amélie Poulain.

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Ich nannte sie eine Schwärmerin und Kunstfee. Homo Faber.
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